Hochwertige Qualität – entspannt umgesetzt

Die Geschichte der heutigen Genossenschaft Baseltor in Solothurn beginnt 1978 im selbstverwalteten, basisdemokratischen Löwen mit dem Künstler Schang Hutter als erstem Präsidenten. Die Utopie der Pionierzeit – kollektiv zusammenleben und -arbeiten, die Gesellschaft durch Gastronomie und Kultur verändern, stellt die Aktivistinnen und Aktivisten der ersten Stunde auf eine harte Probe. Neben den langen Arbeitstagen im gut besuchten Löwen werden zusätzlich am Sonntag Entscheidungen in Vollversammlungen gesucht. Es wird diskutiert, argumentiert und gestritten, und dennoch: Die Beiz versinkt weder im Chaos, noch leidet die Motivation. Was zählt, sind der Idealismus und die Begeisterung fürs Kollektiv bei gleichem Lohn für alle. Der Löwen ist schon dannzumal der «Place to go» in Solothurn.

Baseltor – Umzug ins Domherrenhaus

1992 erfolgt der Umzug ins ehemalige Chez Derron im Domherrenhaus bei der St.-Ursen-Kathedrale. Die Liegenschaft wird gekauft, renoviert und mit 6 (heute 17) Hotelzimmern ausgestattet. Beim Umbau wird die alte Bausubstanz geschickt mit neuen Elementen kombiniert, wofür die Genossenschaft Baseltor auch einen Architekturpreis gewinnt. Die kultige Alternativbeiz der Gründerjahre wird als Restaurant Hotel Baseltor zur lokalen Institution. Aus den Utopien der Anfangszeit wird vermehrt die Hingabe für eine gute Gastronomie. Anstelle eines Kollektivs (das allerdings auch «Häuptlinge» kannte) entscheidet eine partnerschaftliche Betriebsleitung, und kein Gast wird mehr vom Service geschnitten, nur weil er in dessen Augen ein «Bünzli» ist. Das Baseltor erhält als Genossenschaftsbeiz einen Eintrag im GaultMillau, auch wenn die Tester anfänglich noch etwas skeptisch von «Körnlipickern» und «Matriarchat» berichten. Heute strahlt das Baseltor mit schönen Räumen und kleinen Terrassen, seiner Slow-Food-Küche, einem jungen, fröhlichen Service und den charmanten Hotelzimmern der Innenarchitektin Ursula Staub.

Solheure – Einzug ins ehemalige Schlachthaus

Mit einem Strandbeizli namens Solheure ist die Genossenschaft Baseltor ab 1998 für drei Saisons am Aareufer tätig, kompensiert so das im Sommer etwas trägere Geschäft an der Hauptgasse und belebt gleichzeitig das Aareufer. Noch gibt es keine Hafebar, keine Barmeile und auch kein Salzhaus. Eine Liberalisierung des Wirtegesetzes und der Verkauf des ehemaligen Schlachthauses ermöglichen einerseits die Entwicklung und Belebung des Aareufers und andererseits eine Expansion der Genossenschaft Baseltor. Im Schlachthaus, das renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt wird, erhält sie im Jahr 2001 die Chance, einen zweiten Betrieb zu realisieren. Mit der achtzehn Meter langen Bar und dem Aussenbereich mit Ferienstimmung direkt an der Aare füllt der neue Betrieb eine Lücke in der Solothurner Gastroszene und wird zum unkomplizierten Treffpunkt für Alle. «Die coolste Bar der Schweiz» und «ein architektonischer Leckerbissen», so betitelte eine begeisterte WOZ das Solheure. Der Architekt Guido Kummer und die Innenarchitektin Jasmin Grego haben die historische Bausubstanz mit unverputzten Wänden, einem hängenden Raumkörper und selbst designten Sesseln mit «Türken-Teppich» markant ergänzt. Auch das Solheure wird mit Architekturpreisen ausgezeichnet.

Salzhaus – entspannt-lockeres Fine-Dining

In der Folge werden immer wieder Objekte zur gastronomischen Umnutzung an die Genossenschaft Baseltor herangetragen. Alle Opportunitäten werden sorgfältig geprüft, und es wird etwas dauern, bis der Funke erneut überspringt. Im November 2009 erfolgt die Eröffnung des Restaurants Salzhaus im Breggerhaus am Landhausquai. Bei der Eigentümerfamilie steht nicht reines Renditedenken im Vordergrund, sondern es geht ihr – wie der Genossenschaft Baseltor – beim Umbau auch um ein neues Stück Kultur für Solothurn. Die Architekten Edelmann und Krell aus Zürich gewinnen einen Wettbewerb und realisieren das anspruchsvolle Projekt. Auch hier wird Alt und Neu stimmig verbunden, der Mix aus historischen Wänden und Gewölbekeller mit Beton, Eichenparkett und Messingleuchtern schafft ein einzigartiges Ambiente. Das entspannt-lockere Fine-Dininig-Konzept ist neu und anders für Solothurn, die Fusion-Gerichte und der ausgezeichnete Service werden mit 14 GaultMillau-Punkten belohnt.

Eröffnung La Couronne Hotel Restaurant im Frühling 2017

Mit der Gründung von HOCH3 Catering bündelt die Genossenschaft Baseltor ab 2014 die Cateringaktivitäten der drei Betriebe. Der einmalige barocke Rittersaal im Von-Roll-Haus gehört seit Frühjahr 2015 exklusiv zu HOCH3 Catering. Mit Gespür für Solothurn und seine Gäste hat die Genossenschaft Baseltor über all die Jahre für jeden Betrieb eine eigenständige und in sich stimmige Welt geschaffen, die laufend im Kleinen weiterentwickelt wird. Der rote Faden ist eine gute Balance aus bewährten Werten und unkonventionellen Ideen im Betrieb, ein lässiger Mix aus Alt und Neu in Architektur und Design. Die Genossenschaft Baseltor ist aber auch ein Unternehmen mit 300 Genossenschaftern und Genossenschafterinnnen als Eigentümer, das nachhaltig wirtschaftet. Mit der Eröffnung des La Couronne Hotel Restaurant im Frühling 2017 und dem 40-Jahr-Jubiläum im Jahr 2018 stehen die nächsten Meilensteine vor der Tür.

Speisekarte 1977